Die 3 wichtigsten Tipps bei der Auswahl eines Immobilienmaklers

By Dominik Panosch

Mai 28, 2020

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Bei der Auswahl des Immobilienmaklers gibt es einige Dinge zu beachten, unter anderem die Qualifikation sowie Referenzen von erfahrenen Investoren

1. Referenzen

Warum sind Referenzen so wichtig? Empfehlungen sind das A und O. Vielleicht haben Sie selbst schon einmal auf einen Makler im Regen gewartet, nur um festzustellen, dass die Unterlagen nicht vorbereitet, der Makler unaufmerksam, oder das Objekt komplett anders als im Exposée war. Negative Erfahrungen mit Maklern kennt man zur Genüge. Doch gute Erfahrungen erfährt man oft nur auf Nachfrage. Wichtig ist es also, dieses Nachfragen auch gezielt zu verfolgen, um an gute Kontakte aus dem Immobilienbereich zu kommen.

Wie komme ich an Referenzen für Immobilienmakler?

Facebook-Gruppen:

Suchen Sie sich branchenrelevante Facebook-Gruppen und stellen Sie Fragen. Wenn Sie beispielsweise einen Makler in Hamburg suchen, könnten Sie sich einer Facebook-Gruppe anschließen, die sich mit dem Thema “Wohnung kaufen und verkaufen Hamburg” befasst, und dort ein Posting einstellen, in dem Sie nach Empfehlungen für Makler fragen. Erstens können Sie damit sehr schnell sehr viele Empfehlungen/Referenzen einholen, zweitens haben Sie vermutlich relativ viele Nachrichten von Maklern, die nun alle mit Ihnen arbeiten möchten, und außerdem WISSEN, dass sie nicht der oder die einzige sind.

Freunde und Bekannte mit einem Immobilienbestand:

Haben Sie jemanden im Bekanntenkreis, der regelmäßig Immobilien zur Anlage kauft? Er oder sie wird routiniert sein in der Auswahl des richtigen Angebotes – und vermutlich auch mit einem guten Makler zusammenarbeiten, der diese Angebote für ihn recherchiert. Fragen Sie einfach mal.

Notare, Anwälte und Banken:

Berufsgruppen, die öfters mit Maklern zu tun haben, werden Erfahrungswerte haben. Von Maklern, die durch Anwälte und Notare empfohlen werden, wissen Sie zumindest schon, dass sie vermutlich transparent arbeiten und gut organisiert sind, denn das schätzen Juristen in der Regel. Wenn vor dem Notartermin nicht alle Dokumente parat sind, beim Erstellen des Kaufvertrags auf den Makler gewartet werden muss, oder Termine verschoben werden müssen, wird dieser Makler vermutlich keine Empfehlung erhalten. Auch Banken können gute Quellen für Makler-Referenzen sein. Doch Achtung: Alle diese Berufsgruppen haben vielleicht auch Verträge oder Abmachungen mit “ihren” Maklern, denn der Makler ist oft der Dreh- und Angelpunkt und kann Anwälten, Notaren und Banken Deals zuspielen, und somit deren Geschäft fördern. Es könnte also durchaus im Eigeninteresse des jeweiligen Professionisten sein, Ihnen einen bestimmten Makler ans Herz zu legen.

2. Marktkenntnis:

Nach den guten Referenzen ist die Marktkenntnis der zweitwichtigste Punkt, den Sie unbedingt auf Ihrer Liste abhaken müssen, ehe Sie mit einem Immobiliendienstleister ins Geschäft kommen.

Achtung: Nicht jeder Markt ist gleich, der Immobilienmarkt ist in sehr viele Mikro-Markt-Segmente unterteilt! Es geht im Immobiliengeschäft sowohl um die regionale Marktkenntnis, als auch um die Objektklasse. Hier gibt es Unterschiede zwischen beispielsweise Gewerbe-Maklern, Maklern für Wohnimmobilien, Spezialisten für Kapitalanlage-Immobilien, uvm. Wenn Sie beispielsweise eine Halle in Hamburg kaufen möchten, um mehrere Autos unterzustellen, werden Sie nicht bei einem Makler anfragen, dessen Hauptgeschäft es ist, Garconnieren in München an Studenten zu vermieten. Sie verstehen, was ich meine.

Achten Sie also unbedingt darauf, klar zu definieren, was und wo Sie kaufen (oder natürlich auch verkaufen) möchten, und wenden Sie sich an einen Makler, der Expertise in diesem speziellen Marktsegment nachweisen kann.

3. Qualifikation:

Das Gewerbe des Immobilienmaklers wird immer stärker reglementiert. Doch anders als in Österreich, wo zwingend eine mehrjährige Ausbildung vorausgesetzt wird, damit man sich Immobilienmakler nennen darf, ist es hierzulande geradezu lächerlich einfach, in den Berufsstand einzutreten. Was nicht ganz so einfach ist, ist in einen Immobilienverband (Beispielsweise IVD, Immobilienverband Deutschland) aufgenommen zu werden. Hier werden regelmäßige Prüfungen und Fortbildungen verlangt, und damit können Sie sich zumindest sicher sein, dass am Papier fachliche Kompetenz vorliegt. Während die einen IHK-Kurse besuchen, die anderen eine duale Ausbildung als Immobilienkaufleute hinter sich haben, und wieder andere Mitglieder von besagten Immobilienverbänden sind, sagt es zu guter letzt nichts aus, WO oder an welchem Institut man sein Fachwissen erworben hat.

Oft sind es gerade diejenigen Makler, die in ihrem Leben kein einziges Zertifikat erworben, keinen Kurs belegt, sondern sich einfach aus der Praxis (zum Beispiel als Finanzdienstleister, Architekt, Bankangestellter) der Thematik angenähert, und sie für sich entdeckt haben, die besten Immobilienmakler. Unseres Erachtens sind die wichtigsten Fragen, die Sie einem Makler stellen sollten: Haben Sie selbst Immobilien? Welche Projekte haben Sie schon abgewickelt? Würden Sie Objekte aus Ihrem Angebot auch selbst kaufen? Wenn zumindest zwei dieser Fragen positiv beantwortet werden können, haben Sie einen Makler an der Hand, der zumindest aufgrund mangelnder Qualifikation nicht ausgeschlossen werden muss.

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